Präsentationsideen für den interaktiven Unterricht

Interaktiver Unterricht fördert den Lernprozess. Er bringt kreative Abwechslung, motiviert zum Lernen und hilft dabei, Themen aufmerksam zu verinnerlichen. Welche (digitalen) Möglichkeiten es 2021 für Lehrerinnen und Lehrer gibt und wie der Unterricht einfach angepasst werden kann, beantwortet der folgende Artikel:

Schülerinnen und Schüler wünschen sich spannenden Unterricht, der sowohl informativ und lehrreich als auch unterhaltend ist. Interaktives Unterrichtsmaterial hilft dabei, Lernende stärker in den Unterricht einzubeziehen. Schülerinnen und Schüler beteiligen sich aktiv am Lernprozess, anstatt nur passiv zuzuhören. Neben der reinen Bildung vermittelt ein interaktiver Unterricht auch Freude und fördert die Aufmerksamkeit.

Eine Gallup-Umfrage in mehr als 3.000 Schulen zeigt, dass sich rund 74 Prozent der Fünftklässler in den Unterricht einbezogen fühlen. In der zehnten bis zwölften Klassen sind es hingegen nur noch rund 30 Prozent. Es ist also gerade für Lehrende in der Oberstufe wichtig, ihre Schülerinnen und Schüler verstärkt am Unterricht teilhaben zu lassen.

Die jüngeren Generationen sind es bereits gewöhnt, Teil des Unterrichts zu sein, anstatt nur zuzuhören. Sie werden ermutigt, sich aktiv mit ihren Ideen einzubringen. So wird eine kollaborative Atmosphäre geschaffen, in der Lernende und Lehrende gemeinsam den Unterricht gestalten. Lehrende nehmen währenddessen vielmehr eine moderierende Rolle ein, beantworten Wissensfragen und setzen gezielt Impulse. Die Lernenden führen jedoch die Diskussionen hauptsächlich und erschließen selbstständig konstruktive Lösungen.

Der klassische Vortrag von Lehrerinnen und Lehrern wird dabei durch viele Aktivitäten, (Rollen-) Spiele, Quiz-Formate und Diskussionen ergänzt und interaktiv gestaltet. Solch ein Unterricht fördert das Lernen durch spielerisches Arbeiten und kreative Lösungsfindung.

Digitale Unterrichtsmaterialien

Digitale Unterrichtsmaterialien können im Jahr 2021 dabei helfen, den Unterricht deutlich interaktiver und ansprechender zu gestalten. Ein Quiz während der Lernstunde kann natürlich auf herkömmliche Weise vorbereitet, ausgedruckt, verteilt und ausgefüllt werden. Im Anschluss sammelt der Lehrende die Zettel wieder ein und wertet diese aus. Eine äußerst zeitaufwändige Prozedur.

Mit interaktiven Lösungen kann das Ganze deutlich vereinfacht und beschleunigt werden. Auf einem elektronischen Whiteboard beispielsweise kann das Quiz gemeinsam mit der Klasse ausgedacht werden. Schülerinnen und Schüler beantworten dann das Quiz online. Die Ergebnisse werden automatisch ausgewertet und im Anschluss werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen und diskutiert. Kreative Präsentationsideen können selbst trockene Themen in der Schule spannend gestalten.

Fünf interaktive Präsentationsideen für den Schulunterricht

Die folgenden Elemente können nahtlos eingebunden werden. Sie beziehen die Schülerinnen und Schüler aktiv mit ein, stärken das Miteinander, beleben den Unterricht und tragen zum Lernerfolg bei:

1. Storytelling

Lehrende müssen nicht die ganze Unterrichtsstunde allein füllen. Sie stellen zwar Grundlagen und wichtige Konzepte vor und erklären sie der Klasse. Doch die Schülerinnen und Schüler erzählen darauf aufbauend eigene (persönliche) Beispiele. Die Unterrichtsvorbereitung wird dadurch die Lehrkraft reduziert. Die Lernenden tauschen sich untereinander aus, beleuchten Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und verinnerlichen somit das Gelernte. Gleichzeitig können Lehrerinnen und Lehrer überprüfen, inwiefern das Gelernte verstanden wurde.

Dieses Vorgehen kann durch technologische Hilfsmittel nochmal fortgeführt und vereinfacht werden: Viele Whiteboards verfügen über die Funktion, eigene Inhalte darauf präsentieren zu können. So können Schülerinnen und Schüler eigene Inhalte multimedial und kreativ vorbereiten und über die elektronische Tafel mit der Klasse teilen. Aufwendigere Verfahren per E-Mail, Kabel oder USB-Stick sind somit nicht nötig.

2. Präsentationsaufbau

Es ist grundlegend sinnvoll, die eigene Präsentation einer bestimmten Logik nach so aufzubauen, dass sie einen roten Faden verfolgt. Jedoch sollte die Reihenfolge nicht zu starr sein, sondern Platz für spontane Änderungen zulassen. Schülerinnen und Schüler haben so die Möglichkeit, wiederholende oder vertiefende (Rück-) Fragen zu stellen sowie Bezüge zu verwandten Themen herzustellen.

Nicht-lineare Präsentations-Tools wie Prezi bieten diese flexible Reihenfolge, im Gegensatz zu rein folienbasierten Präsentationen. Bei diesen interaktiven Anwendungen gibt es eine Übersichtsfolie, auf der sich mehrere Themenfelder befinden. Anders als bei rein folienbasierten Präsentationen durchläuft die Präsentation nicht eine vorgegebene Reihenfolge. Die einzelnen Themenfelder können vielmehr in einer beliebigen Reihenfolge behandelt werden. Es gibt zwar eine empfohlene Reihenfolge, diese bietet jedoch die Möglichkeit für spontane Änderungen, Wiederholungen und Vertiefungen. Zusätzlich veranschaulicht die Übersichtsfolie die jeweiligen Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Themen.

3. Abstimmung, Umfrage und Quiz

Abstimmungen, Umfragen oder Quiz-Formate geben schnelles und einfaches Feedback darüber, inwiefern die behandelten Themen verstanden wurden oder Unklarheiten bestehen. Darauf aufbauend können Lehrende dann ihren Unterricht anpassen.

Abstimmungen erfolgen meist per Handzeichen, Stimmzettel oder Gruppenbildung. Umfragen oder Quiz-Formate erforderten bisher hingegen einen ausgedruckten Fragebogen. Mit interaktivem Unterrichtsmaterial wie myViewBoard Classroom können diese Anwendungen jedoch ganz einfach digital in den Unterricht eingebaut werden. Die Software wertet die Antworten automatisch aus. Im Anschluss können die Ergebnisse anonym an jeden einzelnen zurückgegeben oder in der Klasse gemeinsam diskutiert werden. Aufgrund des geringen Aufwands und der einfachen Bedienung können auch Schülerinnen und Schüler Umfragen für die gesamte Klasse erstellen. So bieten sich zahlreiche interaktive Ideen. Sie werden sehen, dass diese Quiz und Umfragen als Teil des Unterrichts wirklich gut bei Schüler:innen ankommen.

4. Spiele

Schule macht Spaß ! Welcher Schüler oder welche Schülerin spielt nicht gerne? Das Integrieren kleiner Spielsequenzen lockert Präsentation und Lernatmosphäre auf. Spielerisch wird die Aufmerksamkeit gesteigert, Inhalte vermittelt und das Gelernte vertieft. Um zu gewinnen, denken die Lernenden kritisch, abstrakt und kreativ über die Inhalte nach.

Die Unterrichtssoftware myViewBoard beinhaltet bereits hochwertige Spielvorlagen für das interaktive Display. Zusätzlich können Links zu Online-Spieleanbietern wie ClassCraft oder Kahoot eingefügt werden, um schnell auf digitale Spiele zurückgreifen zu können.

5. Diskussionsrunden und Gruppenarbeiten

Im Gegensatz zu klassischen Vorträgen, bei denen Lernende nur zuhören sollen, lassen sich moderne interaktive Unterrichtsstunden in einzelne Phasen aufteilen. Zwischen den Abschnitten kann sich die Klasse, unterteilt in kleinere Gruppen, diskursiv mit dem Thema auseinandersetzen. Die Lehrkräfte gehen derweil zwischen den Gruppen umher und beantworten offene Fragen oder geben gezielt Impulse. Plattformen wie myViewBoard Classroom bieten die Möglichkeit, die Lernenden zufällig einzuteilen, Gruppen zu erstellen, und Diskussionsrunden und digitale Gruppenarbeiten zu gestalten – außerhalb der üblichen Sitzordnung in der Schule.

Das Unterrichtsmaterial kann ganz einfach online mit den Lernenden geteilt werden, die gleichzeitig an Dokumenten arbeiten können. Über weitere Funktionen können die Schülerinnen und Schüler dann miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

So gelingt der interaktive Unterricht

Die folgenden Tipps helfen dabei, die eigene interaktive Unterrichtsstunde optimal zu planen und erfolgreich durchzuführen:

Reminder

Es ist hilfreich, kleine Erinnerungen in die Präsentation einzufügen. Ein kleines Bild, ein kurzer Satz oder einfach eine leere Folie: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich als Lehrender daran zu erinnern, dass an dieser Stelle im Unterricht ein interaktives Element eingeplant war.

Zeitlimits

Interaktive Elemente machen Spaß und lockern den Vortrag auf. Schülerinnen und Schüler sollten genügend Zeit haben, sich zu engagieren. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese Übungen im zeitlichen Rahmen bleiben und nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb sollte ein vorab festgelegtes Zeitlimit gesetzt werden. Über ein digitales Display bei einem Whiteboard kann die verbleibende Zeit zudem jederzeit allen Unterrichtsteilnehmern angezeigt werden.

Zufallsprinzip

Mittels eines Zufallsgenerators kann das digitale Whiteboard dabei helfen, eher stille Schülerinnen und Schüler in den Unterricht zu integrieren. Der digitale Helfer wählt zufällig Lernende aus. So kann jeder stets drangenommen werden und Teil der Diskussion werden. Außerdem kann diese Funktion interessant sein, wenn es darum geht, die Hausaufgaben zu besprechen. Niemand kann sich mehr davor drücken, zufällig drangenommen zu werden.

Die Haupt-Vorteile auf einen Blick

Lernprozess: Schülerinnen und Schüler verinnerlichen Unterrichtsinhalte besser, wenn sie sich mit diesen auf vielseitige Art und Weise – digital, analog, interaktiv – auseinandersetzen. Abwechslungsreiche Lernprozesse helfen dabei, Wissen im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Die Wiederholung in der Schule und zu Hause unterstützt dabei ebenfalls.

Individuelles Lernen: Keine Lerngruppe ist wie die andere. Mit digitalen interaktiven Unterrichtsmaterialien kann der Fokus ganz individuell gesetzt werden. Je nach Bedarf und Interesse der Klasse werden Inhalte wiederholt und vertieft.

Spaß: Interaktive Elemente lockern den Unterricht auf, entzerren den Schultag und machen schlichtweg Spaß – für Lernende sowie für Lehrende. Freies, kreatives Arbeiten, Bewegung und eine Pause von der Routine entspannen und schaffen die nötige Kraft und Konzentration für die wiederum anstrengenderen Phasen. Das Arbeiten in Gruppen fördert zudem das Miteinander und die Gemeinschaft.

Feedback: Umfragen, Abstimmungen und weitere Quiz-Formate geben Lehrerinnen und Lehrern direktes Feedback und einen Überblick darüber, welche Themen die Schülerinnen und Schüler bereits verstanden haben. Darauf aufbauend lässt sich der weitere Unterricht planen.

Aktivierung: Auch eher stille Lernende können durch digitale Unterrichtsmaterialien in den Unterricht einbezogen und aktiviert werden. Sie werden per Zufall ausgewählt oder aber durch die interaktive Form motiviert, sich aktiv am Unterricht und an Gruppenarbeiten zu beteiligen. Die Hemmschwelle ist durchaus geringer als bei analogen Diskussionsrunden, in denen möglicherweise der oder die Lauteste dominiert.

Weitere Informationen

Lehrreiche und zugleich unterhaltende Unterrichtsstunden helfen Lernenden und Lehrenden gleichermaßen. Egal ob mit oder ohne digitale Technologie: Hier gibt es mehr Informationen dazu, wie die interaktiven Unterrichtsmaterialien im Jahr 2021 ganz einfach für die eigenen Stunden genutzt werden können.