Wie Sie den besten Monitor für die Fotobearbeitung finden

Bei einem Monitor für die Fotobearbeitung gehört Farbe zu den wichtigsten Faktoren. Sie sollten – abhängig von Ihrem Budget und dem verfügbaren Platz – immer nach einem Monitor suchen, der die höchstmögliche Farbqualität und Klarheit bietet. Zwar haben die jüngsten Fortschritte den Preis für High-End-Monitore nach unten getrieben, dennoch gibt es weiterhin viele Faktoren, die bei einer Anschaffung berücksichtigt werden müssen. Wir haben eine Liste von Dingen zusammengestellt, die Sie gegebenenfalls beachten sollten.

Möchten Sie einen vollständigen Überblick darüber bekommen, wie Sie den besten Monitor für die Fotobearbeitung auswählen? Lesen Sie unten unseren Leitfaden.

Sie liebäugeln mit der Anschaffung eines Monitors für die Fotobearbeitung? Dann fragen Sie sich womöglich, ob es sich wirklich lohnt, auf einen High-End-Monitor umzusteigen. Bei den besten Monitoren werden Sie in der Regel die Bezeichnung professional sehen. Diese Monitore sind speziell auf Farbgenauigkeit ausgelegt. Die kurze Antwortet lautet daher: Ja, es lohnt sich. Gerade jetzt, wo die Preise gesunken sind.

Die meisten Displays bieten nicht annähernd die Vorteile eines professionellen Monitors. High-End-Monitore liefern präzise Farben. Schließlich bringt es nichts, schöne Fotos zu machen, wenn Sie keinen Monitor haben, auf dem diese angezeigt werden können, oder?

Color-Accuracy

Monitore für die Fotobearbeitung bieten eine viel größere Auswahl an Farben als herkömmliche Modelle. Warum sollten Sie sich bei den Farben, mit denen Sie arbeiten können, einschränken lassen? Professionelle Monitore bieten eine breite Palette an farbverbessernden Technologien, was in genaueren Bildern resultiert. Diese Funktionen sind ideal – und oft unabdingbar – für all die, deren Arbeit von der Bildgenauigkeit abhängt.

Ein Monitor sollte in der Lage sein, auf dem Bildschirm mit im realen Leben erzeugten Bildern zu arbeiten. Ein weniger genauer Monitor ist nicht dazu imstande, das Originalbild darzustellen. Bei einem farblich begrenzten Monitor sind die von Ihnen bearbeiteten Bilder nicht wirklich die von Ihnen aufgenommenen Bilder (in Bezug auf die Farbe). Änderungen an diesen falschen Farben können daher dazu beitragen, dass Sie das, was Sie beheben möchten, weiter verschlimmern.

Bis vor Kurzem hatten Monitore, die als professional vermarktet wurden, praktisch immer einen hohen Preis, so dass sie für viele unerreichbar waren. Glücklicherweise sind farbkritische Modelle inzwischen zu moderaten Preisen erhältlich.

Worauf Sie bei einem Monitor für die Fotobearbeitung achten sollten

Monitore bieten eine Vielzahl von Funktionen. Bei der Bewertung eines professionellen Monitors für die Fotobearbeitung ist Ihr Ziel, die Genauigkeit der Bildschirmanzeige zu maximieren. Mehrere Hauptmerkmale wirken sich auf Farbe, Leistung und Bildqualität aus.

Die wichtigsten davon sind:

  • Full sRGB / Adobe RGB-Farbräume
  • Gamma-Voreinstellungsoptionen
  • Eine starke 3D-Lookup-Tabelle (LUT) / Farb-Engine
  • Low Delta E
  • Kompensation der Bildschirmgleichmäßigkeit
  • Premium-Panel-Technologie
  • Matte Bildschirmoberfläche
  • Hardware-Kalibrierung
  • Qualitätsdesign
  • Zukunftsträchtige Konnektivität
  • Ihre ideale Bildschirmgröße und -Auflösung

(Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung, worauf Sie bei jedem dieser Bereiche achten müssen).

Farbraumabdeckung

Die besten Monitore für die Fotobearbeitung arbeiten mit so viel Farbraum wie möglich. Der Farbumfang bezieht sich dabei auf die gesamte Farbpalette, die für das menschliche Auge sichtbar ist. Wenn Sie diese Palette voll ausschöpfen, werden die Farben von Fotos, Illustrationen und Gemälden wirklich schön. Da aber die Farbpalette unterschiedlicher digitaler Geräte variiert, erhalten Sie nicht immer dieselben Ergebnisse. Das gilt für Kameras, Bildbearbeitungsprogramme, Monitore und Drucker.

ColorspaceFarbräume repräsentieren definierte Farbsätze innerhalb der unendlichen Farbpalette. Sie werden unter Verwendung abstrakter mathematischer Modelle abgeleitet. Breitere Farbräume enthalten mehr Farben, während kleinere Farbräume weniger Farben haben. Das menschliche Auge kann ungefähr 10 Millionen Farben sehen, was die physikalische Einschränkung unseres Farbraums darstellt.

Verschiedene digitale Geräte wurden dafür konzipiert, mit unterschiedlichen Farbräumen zu arbeiten. Je größer die Reichweite eines Geräts ist, desto besser ist es. Theoretisch kann eine unendliche Anzahl von Farbräumen definiert werden. In der Praxis ist es eine Handvoll Farbraumstandards, an welchen sich digitale Foto-, Video-, Grafikdesign- und Farbverarbeitungstechnologien orientieren.

Der CIE-Farbraum definiert das für den Menschen sichtbare Spektrum. Die sRGB- und Adobe RGB-Farbräume sind bekannte digitale Farbräume, die bei der Fotobearbeitung verwendet werden. Sie werden grafisch als Dreiecke im CIE-Raum definiert.

Einige Fakten zu gängigen Farbräumen:

  • sRGB ist ein Farbraumstandard mit kleinstem gemeinsamen Nenner, der in vielen Anwendungen, einschließlich dem Internet, zum Einsatz kommt.
  • Adobe RGB ist ein bekannter Standard unter Grafikdesignern, Fotografen und anderen kreativen Profis, der im Bearbeitungsbereich verwendet wird.
  • NTSC, EBU, Rec.709 und Rec.2020 sind gängige Farbräume für Video-, Film- und Fernsehen.
  • Kein Monitor kann Farben anzeigen, die außerhalb seines verfügbaren Farbraums liegen. Ein Monitor, der nur den sRGB-Bereich abdeckt, kann beispielsweise nicht alle Farben im größeren Adobe RGB-Bereich anzeigen.

Hier ist ein typisches Beispiel: Sie machen ein Bild mit einer Kamera, die den Adobe RGB-Farbraum verwendet. Anschließend schauen Sie sich das Bild auf einem RGB-Display an. Die gesättigten Farben, die außerhalb des sRGB-Bereichs liegen, sind als codierte Daten vorhanden, können jedoch nicht angezeigt werden. Hier ein anderes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie fotografieren mit einer Kamera, um Bilder mit sRGB-Farbraum zu schießen. Anschließend verwenden Sie ein Standard-Display, das nur einen Teil des Farbraums abdeckt. Wenn Sie die Bilder anzeigen, werden auch hier fehlende Farben ein Problem sein.

Fazit: Wenn Sie Fotos auf einem Monitor mit einem Farbraum anzeigen, der kleiner ist als der, mit dem sie aufgenommen wurden, verringern die fehlenden Farbdaten den Detaillierungsgrad. Das Ergebnis sind trübere Bilder und weniger lebendige Farben.

Farbraumempfehlung für einen Monitor für die Fotobearbeitung: Professionelle Monitore für die Fotobearbeitung und andere Farbarbeiten enthalten weitläufige Farbräume für herausragende Genauigkeit und lebendige Farbdetails. Sie benötigen mindestens einen Monitor mit Full sRGB. Adobe RGB-Farbraummonitore eignen sich jedoch am besten für die Fotobearbeitung.

Funktionen und Voreinstellungen für die Gammakorrektur

Gamma ist ein komplexer Begriff dafür, wie lebendig Bilder auf einem Monitor erscheinen. Das Anpassen von Gamma ist entscheidend, um bei Ihren fotografischen Bemühungen die besten Ergebnisse zu erzielen. Der Begriff Gamma hat mehrere Bedeutungen. Bei digitalen Geräten wird Gamma als mathematische Kodierung der Helligkeit (auch als „Luminanz“ bezeichnet) in einen Wert für jedes einzelne Pixel definiert. Das Ziel von Gamma ist, ein digitales Bild so lebendig wie möglich zu gestalten.

Hier der Standpunkt von one pro:

GAMMA IST EINE WICHTIGE, ABER SELTEN VERSTANDENE EIGENSCHAFT VON PRAKTISCH ALLEN DIGITALEN BILDSYSTEMEN. ES DEFINIERT DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN DEM NUMERISCHEN WERT EINES PIXELS UND SEINER TATSÄCHLICHEN LUMINANZ. OHNE GAMMA WÜRDEN VON DIGITALKAMERAS ERFASSTE SCHATTEN NICHT AUF DIE ART UND WEISE ERSCHEINEN, WIE SIE ES AUF UNSEREN AUGEN TUN (AUF EINEM STANDARDMONITOR). DIES WIRD HÄUFIG AUCH ALS GAMMAKORREKTUR, GAMMAENCODIERUNG ODER GAMMAKOMPRESSION BEZEICHNET, ABER DIE BEGRIFFE VERWEISEN ALLESAMT AUF EIN ÄHNLICHES KONZEPT. ZU VERSTEHEN, WIE GAMMA FUNKTIONIERT, KANN DIE EIGENE BELEUCHTUNGSTECHNIK VERBESSERN UND DABEI HELFEN, DAS MAXIMUM AUS DER FOTOBEARBEITUNG HERAUSZUHOLEN.

Es ist wichtig zu wissen, dass ein Display-Gamma dazu beiträgt, wie Sie die einzelnen Pixel eines Bildes sehen. Monitore verwenden Display-Gamma, um die Ausgabe eines Bildes anzupassen. Höhere Display-Gammas führen zu dunkleren Bildern mit größerem Kontrast.

Gamma-Correction-Normal-to-GammaExperten sind sich einig, dass ein Display-Gamma von 2,2 die richtige Wahrnehmungsbeziehung zwischen Farbtönen liefert. Heutzutage entwickeln die meisten Hersteller für Monitore Displays mit einem voreingestellten nativen 2,2-Gamma und diese machen den Großteil der verfügbaren Displays aus. Hochwertige Monitore für die Fotobearbeitung ermöglichen es Nutzern, das Gamma für die Feinabstimmung auf einfachem Wege anzupassen. Der  richtige Begriff hierfür ist Monitor-Gamma-Kalibrierung, was auch als Gammakorrektur bezeichnet wird. Digitale Farbprofis sind sich einig, dass es sich hierbei um eine ausschlaggebende Funktion handelt.

So wird das Ganze von one pro beschrieben: Die Gammakorrektur ist wichtig, wenn Sie Interesse daran haben, ein Bild auf einem Computerbildschirm genau anzuzeigen. Die Gammakorrektur steuert die Gesamthelligkeit eines Bildes. Bilder, die nicht richtig korrigiert wurden, können entweder ausgeblichen oder zu dunkel aussehen. Durch Variieren der Gammakorrektur wird nicht nur die Helligkeit, sondern auch das Verhältnis von Rot zu Grün zu Blau beeinflusst.

Im Folgenden einige Beispiele für typische Gamma-Voreinstellungen:

  • Gamma 1.8 – Verbessert die Sichtbarkeit und Detailgenauigkeit in dunklen Szenen
  • Gamma 2.0 – Verbessert die Detailgenauigkeit in dunklen Szenen für weiche, sanfte Szenen
  • Gamma 2.2 – Native Voreinstellung für den allgemeinen Gebrauch
  • Gamma 2.4 – Verbessert Details in hellen Szenen für lebendige Farben
  • Gamma 2.6 – Hebt Schwarz-Weiß-Szenen hervor; gut zum Anzeigen von Dokumenten

Empfohlene Gammafunktionen in einem Monitor für die Fotobearbeitung: Gamma bestimmt, wie lebendig und naturgetreu Ihre Bilder aussehen. Native 2.2 Gamma ist eine Selbstverständlichkeit. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrem professionellen Monitor andere Gamma-Einstellungen vornehmen können. Voreinstellungen machen das Leben noch einfacher.

Ein starkes LUT

Die besten professionellen Monitore für die Fotobearbeitung verfügen über eine in die Hardware eingebettete Lookup-Tabelle (LUT). Entsprechende Tabellen verbessern die Farbfunktionen eines Monitors erheblich. LUTs bieten eine sofortige Anpassungsfähigkeit, die je nach angezeigten Bildern und je nach Bedarf Farbabstufungen hinzufügt. Als automatische Funktion wenden LUTs komplexe Farbkorrekturberechnungen an, um das Gamma für eine optimale Farbabbildung anzupassen.

LUTs werden in Bits gemessen. Höhere Stärken bieten leistungsfähigere Farbanpassungsfähigkeiten und eine größere Farbpalette. Mehrzweck-Verbrauchermonitore sind in der Regel 8-Bit. Diese allgemein genutzten Monitore bieten eine verwendbare Palette von 16,7 Millionen Farben. Professionelle Monitore für die Fotobearbeitung sind mit einer 10-, 12- oder 14-Bit-LUT ausgestattet. Eine 14-Bit-Lookup-Tabelle ist die ultimative LUT-Stärke und liefert 4,39 Billionen Farben. Das ist eine satte 260.000-mal höhere Farbgenauigkeit als bei einem durchschnittlichen Verbrauchermonitor.

LUT-Look-Up-Table-for-Digital-PhotographyLookup-Tabellen sind in Standardformaten (1D) oder 3D-Formaten erhältlich. Monitore mit einer 3D-LUT haben größere Farbfähigkeiten als Monitore mit einer begrenzten 1D-LUT. 3D-LUTs liefern fein nuanciertere Farbtöne und erzeugen glattere, stark gemischte Abstufungen. Von 3D-LUTs erzeugte Farben sind außerdem lebendiger und genauer.

Empfohlene LUT für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Jede LUT ist besser als keine. Zu voll ausgestatteten High-End-Monitoren gehört eine 14-Bit-3D-Lookup-Tabelle.

Ein geringer Delta-E-Wert

Delta E misst, wie gut das menschliche Auge einen Farbunterschied wahrnimmt. Für die Fotobearbeitung ist es ein fähiges Werkzeug, um zu wissen, wie gut ein Monitor echte Farben erzielt. Delta E (ΔE oder dE) ist die Änderung der visuellen Wahrnehmung zweier gegebener Farben. Der Wert reicht von 0 bis 100. Zahlen unter Null sind für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar. Ein Wert von 100 gibt Farben an, die exakte Gegensätze sind.

Auf Monitoren, welche für die Fotobearbeitung ausgelegt sind, werden Delta-E-Werte angezeigt. Um den farbkritischen Anforderungen gerecht zu werden, gibt diese Zahl an, wie gut eine von einem Monitor angezeigte Farbe mit dem „perfekten“ Farbwert korreliert. Je niedriger die Zahl, desto besser die Leistung.

How-Delta-E-Is-Used-In-Photography

Das menschliche Auge hat ein Delta E von etwa 1. Jeder Wert, der darunter liegt, ist im Prinzip unsichtbar. Tatsächlich ist es nicht einmal möglich, ein „perfektes“ Delta E auf einem Monitor zu erzielen. Selbst das teuerste Display kann kein Delta E von Null haben.

Die absoluten Top-Displays können einen Delta E von 1 oder etwas weniger haben. Als nächstes folgen hochpreisige High-End-Displays mit einem Delta E von <2. Viele Mittelbereichsmonitore für den farbbewussten Einsatz haben ein Delta E von <3 oder <4. In jüngerer Zeit sind hochwertige Displays mit Delta E von <2 zu moderaten Preisen erhältlich.

Empfohlenes Delta E für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Grundsätzlich gilt – niedriger ist besser. Delta E <1 hat einen hohen Preis. Viele Profis finden Delta E <2  perfekt für ihre Fotobearbeitungsanforderungen.

Bildschirmgleichmäßigkeit: Panel-Technologie und Kompensation

Eine gleichmäßige Farbe auf dem Bildschirm eines Monitors ist entscheidend für eine präzise Anzeige und Bearbeitung. Der größte Faktor, der die Farbgleichmäßigkeit eines Monitors beeinflusst, ist sein Betrachtungswinkel. Je größer der Betrachtungswinkel ist, desto geringer ist die Bild- und Farbverschlechterung, wenn sich Ihre Ansicht von der Mitte des Bildschirms entfernt.

Außerhalb des angegebenen Betrachtungswinkels eines Displays verlieren Bilder den Kontrast. Sie werden verschwommen, schwach oder schlecht gesättigt dargestellt. Eine verringerte Helligkeit und ein verringerter Kontrast kommen ebenfalls häufig vor. Für Bildbearbeiter und andere farbbewusste Nutzer macht es diese Bildverschlechterung schwierig, Bilder genau anzuzeigen, zu bewerten und zu bearbeiten.

Der in einem Monitor verwendete Paneltyp bestimmt den maximalen Betrachtungswinkel. TN-Panels bieten horizontal einen Betrachtungswinkel von 170 Grad und vertikal einen Betrachtungswinkel von 160 Grad (170º / 160º). Premium-Panel-Technologien wie IPS-Panels bieten sowohl horizontal als auch vertikal die breiteste maximale Sicht von 178 Grad (178º / 178º). Neuere AMVA-Panels bieten ebenfalls diesen maximalen Betrachtungswinkel. IPS-Panels bleiben bei professionellen Displays jedoch der goldene Standard.

Superclear-IPS-Panel-Comparison

Die optimale Farbleistung befindet sich in der Mitte des Bildschirms. Selbst Premium-Panels von höchster Qualität leiden unter leichten Farbabweichungen auf dem Bildschirm. Es ist schlichtweg nicht möglich, eine Variation der Luminanz auf dem Bildschirm zu vermeiden. Stellen Sie sich einen Bildschirm vor, der in mehrere gleichwertige Abschnitte unterteilt ist. Da die Helligkeit auf dem Bildschirm variiert, wird dieselbe Farbe in jedem dieser Bereiche leicht unterschiedlich angezeigt. Die besten professionellen Monitore für die Fotobearbeitung kompensieren diese Unvermeidlichkeit.

Die besten High-End-Monitore verfügen über eine Funktion zur Kompensation der Farbgleichmäßigkeit. Die Farbkompensation passt die Farbart selektiv an und verringert die Helligkeit. Infolgedessen erzielen die besten professionellen Monitore eine Gleichmäßigkeit auf dem gesamten Bildschirm. Eine typische Spezifikation zur Identifizierung der Gleichmäßigkeitskompensation durch Helligkeitsanpassungen wird als Lv <5 % angegeben. Dies zeigt an, dass Variationen der Luminanz innerhalb von 5 % kontrolliert werden. Im Gegensatz dazu variieren Monitore für den allgemeinen Gebrauch um bis zu 30 %.

Empfehlung zur Bildschirmgleichmäßigkeit bei einem Monitor zur Fotobearbeitung: Funktionen zur Verbesserung der Farbgenauigkeit auf dem Bildschirm sind ein Markenzeichen von professionellen Monitoren. Große Betrachtungswinkel von 178º / 178º sind ein Muss. Sie möchten zudem eine integrierte Farbgleichmäßigkeitsfunktion, die in einer Vielzahl von Farbräumen funktioniert.

Premium-Panels

Die Art des Panels, um das ein LCD-Monitor aufgebaut ist, beeinflusst mehrere wichtige Leistungsmerkmale, darunter:

  • Den Blickwinkel
  • Die Farbwiedergabe
  • Das Kontrastverhältnis

Flachbildschirm-LCD-Monitore verwenden TN-, VA- oder IPS-Panel-Technologien. TN-Panels erfüllen nicht die Leistung, die für einen Monitor zur Fotobearbeitung erforderlich ist. Premium-IPS- und VA-Panel-Technologien (AMVA) bieten größere Betrachtungswinkel, höhere Kontrastverhältnisse und eine bessere Farbgenauigkeit. Diese Panels eliminieren gewissermaßen Bildverzerrungen und Farbverschiebungen. Dadurch verbessern sie den Sehkomfort und das allgemeine Benutzererlebnis.

IPS-Displays waren schon immer die Monitore der Wahl für farbbewusste Profis. AMVA-Panels bieten seit jeher Spezifikationen für die Farbleistung. Für viele professionelle Benutzer sind IPS-Monitore in realen Designumgebungen nach wie vor das oberste Gebot. IPS-Panels bieten die beste Unterstützung für Farbraummonitortechnologien. IPS-Panels ermöglichen zudem höhere Farbtiefen und Kontrastverhältnisse, wodurch die Farbgenauigkeit verbessert wird.

IPS-Monitore sind mittlerweile kostengünstiger und leichter verfügbar. Aus diesem Grund sind IPS-Monitore für viele Fotografie-Enthusiasten und andere Hobbyisten sowie farbbewusste Heimanwender die Monitore der Wahl. Hier ist ein Beispiel für einen 27-Zoll-IPS-Monitor.

Technische Panel-Empfehlungen für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Die Farbfunktionen eines Mainstream-TN-Monitors sind begrenzt. Suchen Sie daher lieber nach einem Premium-IPS- oder AMVA-Panel und denken Sie daran, dass die meisten Profis IPS bevorzugen.

Bildschirmoberfläche

Bildschirmoberflächen sind entweder matt oder glänzend. Glänzende Oberflächen liefern gestochen scharfe, lebendige Bilder. Für Videospiele und zum Ansehen von Filmen sind sie aufgrund ihrer gesättigten Farben und den tiefen dunklen Tönen ideal. Allerdings eignen sich glänzende Bildschirme nicht für die Fotobearbeitung, da sie reflektierend sind. Besonders in stark beleuchteten Bereichen sind glänzende Oberflächen problematisch, da sie spiegelglatte Reflexionen auf dem Display erzeugen.

Matte Bildschirme verhindern Reflexionen. Dies macht sie zur offensichtlichen Wahl für die Fotobearbeitung. Profis finden auch, dass sie die besten für eine genaue Farbkalibrierung sind. Sie können ein mattes Display in einem hellen Raum viel einfacher sehen als ein glänzendes Display in demselben Raum. Wenn Sie das Display in einem hellen Raum verwenden möchten, sollten Sie auf einen Monitor mit einem matten Bildschirm setzen.

Empfehlung der Bildschirmoberfläche für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Die meisten Profis bevorzugen stark blendfreie matte Oberflächen. Glänzende Bildschirme liefern zwar reichhaltige Bilder, werden aber als übersättigt empfunden.

Farbkalibrierungsfähigkeiten

Monitor-Kalibrierungseinstellungen verbessern Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe. Die oben beschriebenen Gamma-Anpassungen sind nur ein Beispiel für die Kalibrierung eines Monitors. Viele Profis halten die Farbkalibrierung für einen entscheidenden Faktor bei der digitalen Fotografie:

KEIN FOTOGRAF, OB AMATEUR ODER PROFI, SOLLTE MIT BILDERN ARBEITEN, OHNE EINEN KALIBRIERTEN MONITOR ZU HABEN. ES HANDELT SICH UM EINE KLEINE INVESTITION, DIE GARANTIERT, DASS JEDES FOTO, DAS SIE ONLINE TEILEN ODER AN EIN FOTOLABOR ZUM DRUCKEN SENDEN, SO AUSSIEHT, WIE SIE ES BEABSICHTIGEN. ES IST ABSOLUT NICHT GUT, EIN BILD ZU ERSTELLEN, DAS FÜR SIE SCHÖN UND FÜR ALLE ANDEREN SCHRECKLICH AUSSIEHT!

Verbraucher- und Geschäftsmonitore haben nur minimale Funktionen, um die Genauigkeit solcher Anpassungen aufrechtzuerhalten. Professionelle Monitore hingegen enthalten Farbraum- und Gamma-Voreinstellungen, um einfache und genaue Einstellungen vorzunehmen.

Die präziseste Monitorkalibrierung wird mit einem „Kolorimeter“ erreicht. Zubehör und Softwares für die Farbmessung bieten eine Vielzahl von Funktionen. Farbmessgeräte werden auf dem Bildschirm platziert, um die Bildschirmfarbe zu messen und anzupassen. Dieser Kalibrierungsansatz ermöglicht die genaueste Darstellung von Originalbildern.

Colorimeter-for-Photography-Monitors

Die besten Monitore für die Fotobearbeitung können „Hardware-Kalibrierungen“ durchführen. Diese Kalibrierungen erfolgen über eine Software, welche die Grafikkarte mit dem Monitor verbindet. Bei der Hardwarekalibrierung ändert das Farbmessgerät die interne LUT des Monitors und speichert optimierte Ergebnisse im Display. Das resultiert in schnelleren und genaueren Ergebnissen.

Kalibrierungsempfehlung für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Farbraum- und Gamma-Voreinstellungen sind ein guter Ausgangspunkt. Das Hinzufügen eines Kolorimeters (auch als Puck bezeichnet) gilt unter Profis als goldener Standard. Ein Monitor mit integrierter Hardwarekalibrierung bietet eine höhere Genauigkeit und bereitet Ihnen weniger Kopfschmerzen.

Ihre ideale Bildschirmgröße

Ein Monitor für die Fotobearbeitung sollte eine Mindestgröße von 24 Zoll haben. 27 Zoll oder mehr sind aber optimal. Das Ziel hierbei sollte sein, Ihre Arbeit vollständig zu sehen und gleichzeitig Platz für Symbolleisten zu haben. Das Hinzufügen eines sekundären Bildschirms ist ebenfalls eine beliebte Option. Mit zwei Monitoren können Sie ein Bild auf einem Monitor im Vollbildmodus anzeigen, während Sie auf dem anderen Aufgaben und Programme ausführen.

Empfohlene Bildschirmgröße für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Wählen Sie den größten Bildschirm (und die höchste Auflösung), den Ihr Arbeitsbereich und Ihr Budget zulassen. Erwägen Sie die Nutzung eines zweiten Monitors für mehr Komfort und eine höhere Produktivität.

Ihre ideale Auflösung

Die Bildschirmauflösung gibt die Anzahl der Pixel an, die ein Monitor horizontal und vertikal anzeigen kann. 4K-Monitore haben horizontal eine Auflösung von 3840 Pixel und vertikal eine Auflösung von 2160 Pixel (3840 x 2160).

Color-Monitor-for-Photo-Editing

Je höher die Auflösung, desto mehr Bilddaten passen auf Ihren Bildschirm. Mit einem hochauflösenden Monitor können Sie ohne Scrollen mehr von dem sehen, woran Sie gerade arbeiten. Eine höhere Anzahl von Pixeln bedeuten auch eine größere Bildschärfe. Monitore mit höheren Auflösungen liefern daher schärfere Bilder.

Wenn es um Auflösung geht, sagen die meisten Profis: je höher, desto besser. Wählen Sie für einen 24-Zoll-Monitor eine FHD-Auflösung von 1920 x 1080. Bei einem 27-Zoll-Monitor ist 2560 x 1440 QHD die beste Wahl. Ein 32-Zoll-Monitor verfügt optimalerweise über eine UHD mit 4K-Auflösung (3840 x 2160). UltraWide (21: 9) 1440p (oft gekrümmte) Monitore sind ebenfalls gute Optionen. Bei der Bildschirmgröße gibt es einige wichtige Aspekte:

Sie sollten nicht annehmen, dass die Auflösung mit der Bildschirmgröße korreliert, denn das ist nicht der Fall. Bildschirme gleicher Größe können unterschiedliche Auflösungen haben. Zudem sollten LCD-Anzeigen mit ihrer nativen Auflösung verwendet werden. Wählen Sie einen Monitor mit der nativen Auflösung, in der Sie arbeiten werden. Wenn Sie ein 4K-Display in Betracht ziehen, stellen Sie außerdem sicher, dass die Software kompatibel ist. Ein 4K-Display kann ein großartiges Werkzeug für die Fotobearbeitung sein und funktioniert gut mit Photoshop und Illustrator.

Empfohlene Auflösung für einen Monitor zur Fotobearbeitung: Eine so hohe Auflösung wie möglich für die von Ihnen gewählte Monitorgröße.

Gutes Design

Gute Designelemente gestalten die Arbeit an Ihrem Monitor einfacher, effizienter und komfortabler. Monitore mit rahmenlosem Lünettendesign sind ideal für die Maximierung der Produktivität und des kreativen Arbeitsbereichs mit einer Konfiguration von zwei oder mehreren Monitoren. Eine drehbare Halterung bietet zusätzliche Einrichtungsoptionen. Eine flache, matte Oberfläche reduziert die Reflexion erheblich und erleichtert so die Kalibrierung und Anzeige. Ergonomische Neigungs-, Schwenk-, und Höhenverstellmöglichkeiten können den Komfort maximieren. Umgebungslichtsensoren passen die Bildschirmhelligkeit im laufenden Betrieb an. Präsenzsensoren dimmen die Hintergrundbeleuchtung automatisch, wenn Sie sich von Ihrem Arbeitsbereich entfernen. Mit den erweiterten Swap- und Auto-Pivot-Funktionen können Sie den Bildschirm um 180 Grad drehen und so eine horizontale Ansicht Ihres Bildes erhalten.

Flexible Konnektivität

Setzen Sie auf eine Vielzahl von Ausgangsanschlüssen wie USB, DisplayPort und HDMI. Weitere Optionen bedeuten eine einfache Konnektivität mit den Geräten, die Sie aktuell verwenden sowie Unterstützung für diejenigen, die Sie in den kommenden Jahren verwenden werden. USB 3.0-Anschlüsse ermöglichen das Aufladen von Geräten, während USB 3.1 Typ C-Anschlüsse das Aufladen plus Audio für vereinfachte Einstellungen möglich machen. Die Option, zwei oder mehr Monitore über DisplayPort zu verketten, bietet zusätzliche Flexibilität.

Fazit

Professionelle Monitore für die Fotobearbeitung erzeugen genauere Farben als herkömmliche Monitore. Sie bieten zahlreiche Farbsteuerungsfunktionen, mit denen Sie das Maximum aus Ihren Bildern herausholen können. Wenn Ihre Arbeit, Ihr Zeitvertreib oder Ihre Leidenschaft das Anschauen und Bearbeiten von Grafiken auf einem Monitor umfasst, ist es an der Zeit, Ihre Bilder klarer zu sehen.

Einfache Bildschirme können keine konsistenten, farbgenauen Bilder liefern. Wenn Sie in ein Display für die Bildbearbeitung investieren, erhalten Sie einen Farbbereich, Kalibrierungsfunktionen und Farbverwaltungsfunktionen, mit denen Sie Fotos detaillierter und farbgenauer anzeigen und bearbeiten können. Glücklicherweise gibt inzwischen mehr budgetfreundliche High-End-Monitore als je zuvor und das für alle Ihre Fotobearbeitungsanforderungen.