Ratgeber für Technologie im Klassenzimmer

Technology in the Classroom

Neue Technologie hielt immer wieder im Klassenzimmer Einzug, auch wenn sie anfangs nicht immer gleich Akzeptanz fand. Heute können verschiedene Geräte vom Computer bis zum Smartphone in den Unterricht integriert werden. In diesem Beitrag bieten wir Ihnen eine ausführliche Anleitung zur Integration von Bildungstechnologie.

Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über Bildungstechnologie erfahren möchten.

Technologie im Klassenzimmer gab es schon immer. In jüngster Zeit wurden Bücher zu Tablets, Kreidetafeln zum digitalen Whiteboard. Mit Computern arbeitet man an Schulen schon seit Jahrzehnten. Während sich die Technologie ständig verändert und verbessert, ist eines immer gleichgeblieben: Lehrer unterrichten und Schüler lernen.

Wir möchten Ihnen hier einen besseren Einblick verschaffen, wie Technologie im 21. Jahrhundert am besten integriert werden kann im Klassenzimmer.

Ein kurzer Blick auf die geschichtliche Entwicklung

Es gab Zeiten, in denen Informationen nur in den Köpfen der Schüler gespeichert wurden. Schüler mussten sich alles merken, was der Lehrer den ganzen Tag von sich gab. Informationen wurden nur mündlich weitergegeben. Es wurden Lieder gesungen, Geschichten erzählt und Inhalte aus dem Unterricht auswendig gelernt.

Mit Büchern konnte man Informationen speichern, ohne jedes Detail auswendig lernen zu müssen. Bücher waren auch eine Möglichkeit, um Informationen weiterzugeben. Es war ein Durchbruch in der Speicherung und Weitergabe von Informationen. Doch Bücher wurden anfangs von den Menschen kritisch gesehen, so auch vom Philosophen Sokrates: „Bücher werden in den Seelen der Lernenden Vergesslichkeit hervorrufen, weil sie von Ihren Erinnerungen keinen Gebrauch mehr machen müssen.“

So begann die lange Geschichte der Skepsis. Die Devise war, die Bildung müsse vor Neuem beschützt werden. Und diese Skepsis gegenüber Neuem hält bis heute an. Jedes Mal, wenn eine neue Technologie vorgestellt wird, ist die Lehrerschaft zunächst eher skeptisch. Viele Lehrer sind nicht offen genug für Neues und setzen auf Altbewährtes. Dann werden sie von der jüngeren Generation und neueren Technologien eingeholt. Die neue Generation hält jedoch wiederum an ihren vertrauten Technologien fest, bis auch diese von den nächsten Innovationen eingeholt werden.

Spätes 17. Jh. – Die Schüler arbeiten mit einer eigenen kleinen Kreidetafel.

1890er – Die große Kreidetafel wird eingeführt. Größere Klassen sind nun möglich.

1900er – Die Massenproduktion von Bleistiften und Papier startet. Schüler können Informationen dauerhaft aufschreiben.

1920er – Das Radio erhält Einzug. Klassen können Nachrichten und Neuigkeiten über das Radio empfangen.

1930er – Overhead-Projektoren werden eingeführt.

1951 – Videobänder erlauben zum ersten Mal die Verwendung von Audio- und Videomaterialien im Klassenzimmer.

1959 – Kopierer erlauben Schulen, Arbeitsblätter in Massen zu drucken.

1980er – Computerräume sind an den meisten Schulen verfügbar.

1990 – Das Internet bringt eine überwältigende Flut an neuen Informationen.

1991 – Die ersten interaktiven Whiteboards werden genutzt.

2005 – Learning Management Software (LMS, Schülerverwaltungsprogramme) kommen an den ersten Schulen zum Einsatz.

2012 – Tablets werden im Unterricht eingeführt.

Die verschiedenen Arten von Technologie im Klassenzimmer

Bisher haben alle Neuerscheinungen in der Geschichte nicht allzu viel zum Lernerfolg beigetragen. Vielleicht hier und dort ein wenig. Welche Technologien gibt es heute und wie tragen diese zum Lernerfolg bei?

Computer

Desktop-Computer und Laptops kommen an Schulen seit längerem zum Einsatz. An vielen Schulen können Schüler Laptops das ganze Jahr über benutzen. In alltäglichen Unterrichtseinheiten werden Laptops hauptsächlich verwendet zum schnellen Notieren, Schreiben und eigenständigen Suchen von Informationen. Je nach Unterrichtsfach und Thema, kann der Unterricht mittels Laptops durch Medien, Spiele und Datenaustausch unter Mitschülern aufgewertet werden.

Leistungsstärkere Desktop-PCs findet man für gewöhnlich in Computerräumen. Dort kann mit rechenintensiven Anwendungen wie Bildbearbeitungsprogrammen oder wissenschaftlicher Software gearbeitet werden. Auch für die jüngeren Schüler, die nicht dauerhaft an einem Laptop im Klassenzimmer arbeiten sollen, sind Computerräume eine sehr gute Lösung.

Auch wenn Computer viele Vorteile bieten, muss erwähnt werden, dass diese auch Nachteile mit sich bringen können. Zum Beispiel haben Untersuchungen ergeben, dass Notizen, die mit der Hand aufgeschrieben wurden, einprägsamer sind, als wenn sie getippt wurden. Zudem kommt ein hohes Potential an Ablenkung durch das Internet hinzu. Aber das Gleiche gilt auch für die Fenster im Klassenzimmer, wenn andere Schüler vorbeilaufen oder die Sonne scheint.

Die Vorteile überwiegen jedoch. Computer sind daher fester Bestandteil an Schulen und werden es auch künftig bleiben.

Projektoren

Projektoren sind in verschiedensten Formen seit weit über 100 Jahren fester Bestandteil des Schulalltags. Allerdings haben moderne Projektoren nicht mehr viel mit ihren Vorgängern gemeinsam.

Im Klassenzimmer dient ein Projektor hauptsächlich zur Wiedergabe von Inhalten. Der Markt bietet aber auch interaktive Projektoren an, dazu aber mehr im nächsten Abschnitt zu interaktiven Whiteboards. Ein Projektor braucht Daten, die er darstellen kann. So sind die meisten Projektoren mit einem Computer oder einem anderen Ausgabegerät verbunden. Somit können Smart-Projektoren nicht wirklich autark arbeiten, außer ggf. ein Video oder eine Präsentation zu zeigen.

Als etablierte Klassenzimmertechnologie sind Projektoren eine beliebte Wahl aufgrund ihrer einfachen Handhabung, dem geringen Preis und der Möglichkeit ein großes Bild darzustellen. Bei lampenfreien Projektoren fallen zudem weniger Wartungskosten und Probleme mit der Kalibration als bei älteren Modellen an. Trotz aller Vorteile von Projektoren, gibt es immer noch Probleme mit Schattenwurf und Blendungen. Gerade bei Tageslicht tun sich selbst die besten und hellsten Projektoren schwer.

Interaktive Whiteboards

Interaktive Whiteboards werden manchmal auch als interaktive Displays oder auch digitale Whiteboards bezeichnet. Ein interaktives Whiteboard ist ein Großformat-Display, das auf Touch-Eingaben in Echtzeit reagiert und somit mit einer klassischen Schultafel vergleichbar ist. Interaktive Whiteboards sind in zwei Varianten verfügbar: als Projektor-basierte Systeme wie dieses oder als interaktive Flat-Panel-Displays wie ViewBoard.

Durch ihre Vielseitigkeit geht der Trend eindeutig in Richtung interaktiver Whiteboards, besonders zu interaktiven Touch-Bildschirmen. Die Technologie verbindet Multimedia und Touch-Technologie mit der vertrauten Funktion einer Kreidetafel. Somit kann ein Lehrer Videos zeigen, das Internet nach Informationen durchsuchen, Notizen anschreiben und sogar den gesamten Bildschirm mit Schülern teilen.

Trotz der immer länger werdenden Liste an Whiteboard-Funktionen, müssen noch eine Menge Hürden beseitigt werden. Digitale Whiteboards sind um ein Vielfaches teurer als analoge Whiteboards oder Kreidetafeln und es erfordert etwas mehr Aufwand und Vorbereitung, um qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen. Das dürfte wohl die größte Herausforderung sein, die der Digitalisierung des Unterrichts bevorsteht. Doch je verbreiteter interaktive Whiteboards sind, desto mehr Inhalte werden verfügbar.

Tablets

Tablets sind noch portabler als Laptops und haben dennoch einen großen Bildschirm. Sie scheinen für Bildungszwecke maßgeschneidert zu sein. Ein Tablet ist ein perfektes Nachschlagewerkzeug und kann als Ersatz für teure, schwere Schulbücher dienen. Zudem lässt sich mit einem Touch-Bildschirm intuitiver mit digitalen Inhalten arbeiten als mit einer Tastatur und Maus.

Die geringere Vielseitigkeit von Tablets gegenüber Laptops könnte sich sogar als Vorteil entpuppen, was die Ablenkung betrifft. Trotzdem sind moderne Tablets vielseitiger als eBook-Reader und erlauben Multitasking.

Smartphones

Smartphones werden im Bildungsbereich eher ausgeklammert, weil diese oft Schüler ablenken. Tatsächlich sind sie jedoch ein wertvolles Lehrmittel.

Ganz grundlegend sind Smartphones ein Werkzeug zur Kommunikation und zum Nachschlagen von Informationen im Internet. Es gibt verschiede Lern-Apps wie Duolingo und Kahoot! zum Selbststudium, sowie einige Apps zum Erstellen von Dokumenten und Videos. Tatsächlich verwendet eine beachtliche Anzahl an Schüler bereits das Smartphone zum Erledigen der Hausaufgaben.

Wenngleich die Ablenkung durch Smartphones das wohl größte Problem ist, sollten Lehrer es nicht generell verteufeln. Das Smartphone kann durchaus einen Beitrag zum Lernprozess leisten, aber eben nur, wenn es richtig eingesetzt wird.

Fünf Vorteile von Technologie im Klassenzimmer

Es gibt viele Vorteile, die Technologie im Klassenzimmer bringt. Das sind die größten fünf:

  1. Erhöht Engagement und Einprägsamkeit. Digitale Technologie im Klassenzimmer öffnet neue Türen für verschiedenste Medienarten und noch bessere Interaktivität.
  2. Bietet Möglichkeiten für verschiedene Lernstile. Bildungstechnologie ist eine hervorragende Art, um den verschiedenen Lernstilen und Lerngeschwindigkeiten gerecht zu werden. Zudem hilft Bildungstechnologie auch Schülern mit Behinderungen.
  3. Fördert die Zusammenarbeit. Mit Technologie ist es leichter als jemals zuvor, an einem Projekt gemeinsam zu arbeiten und Informationen auszutauschen. Von Arbeitsgruppen in der Schule bis zum gemeinsamen Erledigen der Hausaufgaben von zuhause aus. Technologie sprengt alle Barrieren.
  4. Direktes Feedback für die Lehrer. Die Schüler können sich mit Hilfe von Technologie nicht nur untereinander austauschen, sondern auch mit Ihrem Lehrer. Sie können dem Lehrer in Echtzeit Feedback geben in Form von Antworten, Fragen und sogar Verbesserungsvorschlägen.
  5. Bereitet Schüler auf die Zukunft vor. Auch in Zukunft wird unsere Welt nicht weniger technologisch aussehen. Mit dem frühen Umgang mit Technologie bereits im Klassenzimmer werden die Schüler optimal auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet.

Fünf Herausforderungen von Technologie im Klassenzimmer

Es wäre gelogen zu sagen, Technologie im Klassenzimmer wäre einfach und ohne jegliche Probleme einzusetzen. Die Vorteile überwiegen jedoch die Nachteile. Es gibt nichts, das zu 100 Prozent perfekt ist. Deswegen ist es immer von Vorteil, sich potenziellen Nachteilen bewusst zu sein, um so am besten gegensteuern zu können.

  1. Schüler werden abgelenkt. Smartphones haben einen schlechten Ruf im Klassenzimmer. Viele sind der Meinung, sie sollten komplett aus den Klassenzimmern verbannt werden. Werden Smartphones allerdings richtig eingesetzt, stellen sie einen echten Mehrwert dar. Sinnvolle Anwendungen mit dem Smartphone sind Lern-Apps und Apps zur Interaktion mit dem Whiteboard im Klassenzimmer.
  1. Erfordert Verwaltung. Neue Technologie erfordert gut ausgebildetes IT-Personal, das die Lehrer und Schüler rund um die Uhr unterstützt. Doch Schulen könnten es für Ihre IT-Administratoren auch einfacher machen. Durch den Kauf einfach zu installierender Hardware. Lesen Sie diesen Artikel und erfahren Sie, warum IT-Administratoren im Bildungswesen auf interaktive Displays setzen.
  1. Führt zu Ungleichheiten. Eine „Geräte-Ungleichheit“ entsteht immer dann, wenn nicht alle Schüler Zugang zu den gleichen Geräten haben. Erwartet eine Schule von den Schülern, die eigenen Geräte in der Schule zu verwenden, sitzen Kinder der einkommensstärkeren Familien mit den neuestes iPads da und die weniger gut betuchten mit alten, langweiligen Modellen. Das Problem kann aber reduziert werden, indem die Schule Geräte für alle Schüler bereitstellt. Fehlt dazu das Geld, ist der Gang zum Computerraum für nur einige ausgewählte Unterrichtsfächer eine Lösung.
  1. Nichts auf dieser Welt ist kostenlos. Sich die neueste Technologie ins Klassenzimmer zu holen, kann für Schulen mitunter recht kostspielig sein. Während es keinen Weg vorbei an den Kosten für die Anschaffung gibt, kann woanders gespart werden, bei den Betriebskosten zum Beispiel. Entscheiden Sie sich für Geräte mit langer Lebensdauer und geringen Wartungskosten.
  1. Weniger Kommunikation „von Angesicht zu Angesicht“. Trotz moderner Technologie scheinen Menschen so unverbunden zu sein wie noch nie zuvor. Anstatt miteinander zu reden im „realen Leben“, kommunizieren die meisten nur noch über ihre Smartphones. Den Schülern muss vermittelt werden, dass die Technik in erster Linie zum Arbeiten da ist und nicht zum Pflegen sozialer Kontakte. Reden, statt tippen!

Implementierung von Technologie im Klassenzimmer

Wenn Sie sich entschieden haben, bestimmte Technologien im Klassenzimmer einzuführen oder die bestehende Ausstattung zu erneuern, ist dies nur der erste Schritt. Was kommt als nächstes? Entweder Sie führen die neue Technologie selbst ein oder Sie finden jemanden, der Ihnen dabei hilft.

Hier sind einige Punkte, die Sie im Hinterkopf behalten sollten, wenn Sie Ihr Klassenzimmer modernisieren möchten.

Konnektivität

Wir leben in einer vernetzten Welt. Wenn Sie sich nach neuen Geräten umschauen, sollten Sie sicherstellen, dass diese nahtlos in Ihr bestehendes Datennetz eingebunden werden können. Ohne Konnektivität ist das, worauf es ankommt, nicht möglich: Teilen, Speichern und Zusammenarbeit mittels der Cloud. Hier sind einige Fragen, die sich zum Thema Konnektivität und Anschlüsse stellen können:

  • Wie lässt sich das Gerät mit Ihrem Netzwerk verbinden? WLAN? Kabel?
  • Welche Wireless-Technik wird verwendet? Bluetooth? WLAN? Infrarot?
  • Welche Kabelverbindung lassen sich damit herstellen? DisplayPort? HDMI? USB-C? Thunderbolt?

Integration

Technik muss sich leicht in Ihr bestehendes Schulnetz integrieren lassen. Mindestens genauso leicht sollten sich Schüler im Klassenzimmer mit dem interaktiven Whiteboard verbinden können, egal welches Gerät oder Modell sie dabei verwenden.

Das Gleiche gilt für die Software. Stellen Sie sicher, dass jede Hardware mit jeder Software kompatibel ist. In größeren IT-Landschaften gilt: Homogene Netzwerkumgebungen, Lösungen aus einer Hand, Systeme, bei denen Hard- und Software vom selben Hersteller sind, garantieren maximale Integration.

  • Welches Betriebssystem erfordert die Software? Windows? Android? iOS? Geräteabhängig?
  • Wie werden Informationen an die Schüler vermittelt? E-Mail? Direct Link? Direkter Datenaustausch?
  • Lässt sich das Gerät mit einem Cloud-Speicher verbinden? Werden die Dateien lokal gespeichert?

Support

Nach einer kurzen Einarbeitungszeit sind die meisten Lehrer mit den wichtigsten Funktionen der neuen Geräte vertraut. Doch natürlich sind Lehrer keine IT-Experten. Was tun, wenn ein Gerät kaputtgeht? Die Wartung sollte den IT-Administratoren überlassen bleiben. Wenn Sie noch keine IT-Abteilung an Ihrer Schule haben und auch nicht vorhaben, geschultes Fachpersonal einzustellen, müssen alle Lehrkräfte an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen. Meist gibt es an Schulen einen technikaffinen Kollegen, der andere Lehrer unterstützen kann.

Prüfen Sie vor dem Kauf einer neuen Technologie immer, ob diese in Ihre bestehende IT-Infrastruktur integriert werden kann. Dies beinhaltet auch die Einrichtung und langfristige Wartung.

  • Gibt es für die neue Technologie genügend Trainingsunterlagen?
  • Ist die Technologie endbenutzerfreundlich?
  • Ist die Technologie wartungsarm?

Betriebskosten

Die Betriebskosten sind die Kosten, die über die gesamte Lebenszeit des Gerätes anfallen. Hierzu zählen auch die versteckten Kosten wie Wartung, Ersatzteile, kostenpflichtige Softwareabonnements und sogar Stromverbrauch.

Produkte, die günstiger in der Anschaffung sind, können auf lange Sicht teurer sein als angenommen. Zum Beispiel: Die Kaffeemaschine gibt es beinahe geschenkt. Die passenden Kaffeekapseln kosten ein Vielfaches im Vergleich zu normalen Kaffeebohnen. Drucker sind normalerweise sehr günstig in ihrer Anschaffung. Die Ausgaben für neue Tintenpatronen übersteigen dabei innerhalb kurzer Zeit den Anschaffungspreis des Druckers.

Etwas teurere Produkte können Ihrer Schule auf lange Sicht Geld und Zeit sparen. Ziehen Sie folgende Punkte in Betracht – für die Hard- und Software.

  • Was Kostet das Produkt? Gibt es kostenlosen Telefonsupport? Dürfen Sie es selbst reparieren? Oder müssen Sie einen herstellerzertifizierten Mitarbeiter kommen lassen, der nur für viel Geld Ihr Gerät repariert?
  • Wie lange ist die Lebenszeit des Produkts? Wie lange ist die Lebenszeit der austauschbaren Teile?
  • Welche anderen Ressourcen, außer Geld, könnte diese neue Technologie fressen? Zeit? Arbeitskraft? Mühe?
  • Gibt es Services, die mit Kosten verbunden sind? Kostenpflichtige Abonnements? Wie ist die Zahlungsweise? Monatlich? Jährlich? Einmalig?

Klassenzimmergestaltung

Beim Kauf neuer Technik spielt die Gestaltung des Klassenzimmers eine besonders wichtige Rolle. Fast alle Kassenzimmer sind seit Jahrzehnten mehr oder weniger gleich eingerichtet. An der Vorderseite findet man eine Tafel. Bis heute ist es meistens eine Kreidetafel oder ein Whiteboard. Dieser Platz eignet sich hervorragend für ein interaktives Whiteboard. Die bewährte Gestaltung des Klassenzimmers und vertraute Eigenschaften der guten alten Kreidetafel bleiben erhalten und werden durch den Einsatz neuer Technologie auf das nächste Level gebracht.

In großen Vorlesungssälen ist ein Flat-Panel-Whiteboard keine so gute Idee. Hier geht es vor allem um eine großflächige Darstellung. In diesem Fall ist ein Projektor klar die bessere Lösung, obwohl dieser einen geringeren Funktionsumfang als ein interaktives Whiteboard mit Touch-Bildschirm bietet.

Hier sind einige Punkte, die beim Kauf neuer Geräte im Hinblick auf die Klassenzimmergestaltung zu beachten sind:

  • Wie groß ist der Raum? Welches Display brauche ich, um jeden in der Klasse zu erreichen?
  • Wer liefert die Lernmaterialien? Gibt es einen Lehrer im Klassenzimmer neben dem interaktiven Whiteboard? Oder arbeiten die Schüler an kleineren Bildschirmen in Gruppen?
  • Muss die Hardware fest an einer Stelle montiert werden? Oder kann das Gerät leicht von Raum zu Raum transportiert werden?

Abschließende Gedanken zum Thema Technologie im Klassenzimmer:

Wenngleich Technologie im Klassenzimmer nie einen Lehrer ersetzen wird, ist sie ein wertvolles Werkzeug, dass die Lernergebnisse der Schüler verbessert und die Schüler auf die digitale Zukunft vorbereitet. Wie bei jeder Neuerung zuvor, die von der Industrie auf den Markt gebracht wurde, gibt es auch diesmal wieder einige Kritiker. Und deren Bedenken kommen nicht von irgendwo. Es gilt noch einige Herausforderungen zu meistern, um moderne Kommunikation in alle deutschen Klassenzimmer zu integrieren.

Die Vorteile, ein Klassenzimmer mit modernen Ressourcen auszustatten, überwiegen die Nachteile deutlich. Technische Lösungen beheben wesentlich mehr Probleme als sie schaffen. Moderne Technologie sorgt für ein gesteigertes Engagement und größeres Interesse der Schüler, während sie besser auf die digitale Zukunft vorbereitet werden. Somit ist klar, dass die Vorteile zeitgemäßer Bildungstechnologie in möglichst vielen Klassenzimmern zum Tragen kommen sollten.