Was ist HDR? Ein Vergleich von HDR und SDR

High Dynamic Range Monitors
High Dynamic Range (HDR) ist der nächste Schritt in Richtung ultraklarer Farben und realistisch dargestellten Bildern und Videos. HDR ist ideal für solche Bilder oder Videos, die mit einem hohen Kontrast arbeiten sowie Licht und Schatten mischen, und bewahrt die Bildschärfe besser als Standard Dynamic Range (SDR).In diesem Artikel werden wir Ihnen mehr über die Technologie dahinter erklären und Ihnen eine praktische Checkliste für den Umstieg auf HDR Modelle an die Hand geben. Werfen Sie gerne auch einen Blick auf unsere ColorPro Monitore. Diese sind eigens dafür entwickelt worden, Farben so detailgetreu wie möglich wiederzugeben.Hohe Auflösung, hohe Sicherheit, hohe Geschwindigkeit – fast immer, wenn man das Adjektiv „hoch“ vor ein Substantiv setzt, ist damit eine Verbesserung impliziert. High Dynamic Range ist da keine Ausnahme. HDR, welches SDR ablöst, hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Wahrscheinlich haben Sie sowohl von High Dynamic Range als auch von SDR zumindest schon einmal gehört. Bei HDR handelt es sich dabei um die neuere und bessere Technologie.

Aber worin unterscheiden sich die beiden Technologien genau?

Die Antworten auf diese Frage und warum sich HDR als neuer Standard etablieren kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist HDR?

HDR ist ein Bildgebungsverfahren, bei dem Inhalte so erfasst, verarbeitet und wiedergegeben werden, dass die Details der Schatten als auch der Lichter verstärkt werden. Während HDR in der Vergangenheit noch vornehmlich in der Fotografie eingesetzt wurde, hat es in letzter Zeit auch den Sprung auf Smartphones, Fernsehgeräte, Monitore und vieles mehr geschafft.

Das bedeutet, dass die Bilder insgesamt mehr Details aufweisen, ein breiteres Farbspektrum abdecken und im Vergleich zu SDR-Bildern (Standard Dynamic Range) deutlich realitätsnähere Bilder wiedergeben.

In diesem Artikel werden wir uns auf HDR-Videoinhalte konzentrieren. Um die Vorteile der erhöhten Dynamik zu verstehen, müssen wir zunächst wissen, wie Standard-Dynamic funktioniert.

Dynamic Range bei Bildern

Bei den meisten Bildern gibt es hellere und dunklere Bildbereich. Wenn ein Bild überbelichtet wird, gehen Details in den helleren Teilen des Bildes verloren; analog dazu gehen Details in den dunklen Teilen des Bildes verloren, wenn ein Bild unterbelichtet wird.

Der Dynamikbereich ist der Bereich zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Teil eines Bildes, auch bekannt als die Luminanz eines Bildes. Ein Bild mit einem hohen Dynamikbereich ist ein Bild mit einer Mischung aus vielen dunklen und hellen Details im selben Bild. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sind ein gutes Beispiel für Bilder mit hohem Dynamikbereich.

HDR_HDR10 Vorteile

Der Dynamikbereich eines Monitors

Wenn ein Monitor ein niedriges Kontrastverhältnis hat oder nicht HDR-fähig ist, kann es vorkommen, dass Farben und Details in einem Bild aufgrund der Anzeigefähigkeiten des Monitors nicht mehr im anzeigbaren Bereich sind und daher nicht originalgetreu wiedergegeben werden. Wenn ein Monitor nun versucht, eine Szene mit einem großen Luminanzbereich darzustellen, wird dieses Problem noch deutlicher.

HDR behebt dieses Problem, indem es die Lichtmenge in einer bestimmten Szene berechnet und diese Informationen verwendet, um Details im Bild zu erhalten, selbst in Szenen mit großen Helligkeitsschwankungen. Auf diese Weise wird versucht, realistischer wirkende Bilder zu erzeugen.

HDR vs. SDR im Vergleich

SDR (Standard Dynamic Range) ist ein Standard für Video- und Kinodisplays. Leider kann er nur einen Bruchteil des Dynamikbereichs darstellen, den High Dynamic Range zu bieten hat. HDR ist daher in der Lage, auch bei kontrastreichen Inhalten weitaus detailreichere Bilder zu erzeugen.

HDR_ vs. SDR

Salopp ausgedrückt heißt das: HDR ist SDR überlegen.

Wenn Sie sich ein wenig mit Fotografie beschäftigen, wissen Sie, dass der Dynamikbereich in Blendenstufen gemessen werden kann. Dies spiegelt die Anpassungen wider, die am Gamma und an der Bittiefe des Bildes vorgenommen werden, und hängt davon ab, ob es sich um HDR oder SDR handelt.

Auf einem typischen SDR-Display haben die Bilder beispielsweise einen Dynamikbereich von etwa 6 Blendenstufen. HDR-Inhalte hingegen haben mit einer durchschnittlichen Gesamtzahl von 17,6 Blendenstufen einen fast dreifach so Dynamikbereich. Bei SDR kann es deshalb vorkommen, dass in einer dunklen Szene Grautöne zu Schwarz und während in einer helleren Szene einige Farben und Details zu Weiß dargestellt werden.

HDR_Clipping

Gibt es unterschiedliche HDR Varianten?

Bei HDR es zwei bekannte Standards, die heute verwendet werden: Dolby Vision und HDR10. Im Folgenden gehen wir auf die Unterschiede zwischen diesen beiden ein.

Dolby Vision

Dolby Vision ist ein HDR-Standard, für den Monitore speziell mit einem Dolby Vision-Hardwarechip ausgestattet sein müssen und für den Dolby-Lizenzgebühren erhält. Dolby Vision verwendet 12-Bit-Farben und eine Helligkeitsgrenze von 10.000 Nit. Mit Dolby Vision ausgestattete Monitore können vom Farbumfang und der Helligkeit her theoretisch weit bessere Bilder darstellen, als es mit den aktuellen Monitoren möglich ist. Die Einstiegshürde für Display-Hersteller, Dolby Vision zu integrieren, ist aufgrund Anforderungen an die Hardware jedoch hoch.

HDR10

HDR10 ist ein deutlich einfacher zu integrierender Standard und wird von Herstellern genutzt, um so die Anforderungen von Dolby zu umgehen und keine Gebühren zahlen zu müssen. HDR10 verwendet 10-Bit-Farben und ist in der Lage, Inhalte mit einer Helligkeit von 1000 nits zu verarbeiten.

HDR10 hat sich als Standard für 4K-UHD-Blu-ray-Discs etabliert und wird auch von Sony und Microsoft in der PlayStation 4 und der Xbox One S verwendet. Bei Computerbildschirmen sind einige Monitore der ViewSonic VP Professional Monitor Serie mit HDR10-Unterstützung ausgestattet.

HDR-Inhalte

Nur weil Sie einen HDR fähigen Fernseher oder Monitor besitzen, heißt das aber noch lange nicht, dass Sie auch alle Inhalte in HDR angezeigt bekommen. Das kommt auch immer darauf an, ob diese in der entsprechenden Qualität hergestellt wurden.

Wenn Sie also einen 4K-Fernseher besitzen, können Sie nur dann von den 4K profitieren, wenn der Inhalt, den Sie sich ansehen, auch in 4K gedreht wurde. Dasselbe gilt für HDR: Um es genießen zu können, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Bildmaterial die entsprechende Qualität hat.

Wo findet man HDR-Inhalte?

HDR-Inhalte sind derzeit auf verschiedene Weise abrufbar. Die Streaminganbieter Netflix und auch Amazon Prime sind auf den HDR-Zug aufgesprungen. Außerdem sind HDR Blue-ray-Disks und -Player zu empfehlen, ebenso wie die Spiele der Sony PlayStation 4 und der Microsoft Xbox One S oder der Next-Gen Spielekonsolen Playstation 5 und der Xbox Series S.

Kann mein Setup HDR-Inhalte wiedergeben?

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Sobald Sie einen passenden Inhalt gefunden haben, sei es ein Video oder aber ein HD-Game, gilt es sicherzustellen, dass Ihr Setup in der Lage ist, diese Inhalte auch abzuspielen.

Der erste Schritt besteht darin, zu prüfen, ob Ihre Grafikkarte HDR fähig ist.

HDR kann über HDMI 2.0 und DisplayPort 1.3 wiedergegeben werden. Wenn Ihr Grafikprozessor über einen dieser Anschlüsse verfügt, sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Als Faustregel gilt, dass alle Nvidia-GPUs der Serie 9xx und neuer über einen HDMI 2.0-Anschluss verfügen, ebenso wie alle AMD-Karten ab 2016.

Was Ihren Monitor angeht, müssen Sie sicherstellen, dass auch er für die Darstellung solcher Inhalte ausgelegt ist. Bildschirme müssen dafür eine Mindestauflösung von Full HD 1080p haben. Produkte wie der ViewSonic VP3268a-4K und der VP2785-4K sind Beispiele für 4K-Monitore mit Unterstützung für HDR10-Inhalte. Bei diesen Monitoren wird auch die Farbgenauigkeit berücksichtigt, um sicherzustellen, dass die Bilder auf dem Bildschirm so naturgetreu wie möglich aussehen.

Ist HDR eine zukunftssichere Investition?

Dass sich Technologiestandards mitunter recht schnell ändern können, zeigt die Vergangenheit:

In der Musikbranche beispielsweise wurde die Schallplatte zur CD, die wiederum wurde von MP3 abgelöst. Aus VHS-Kassetten wurden DVDs und dann Blu-Rays. Was die Auflösung von Fernsehbildern angeht, so wurde aus 480i im Laufe der Zeit 720p und 1080i. Das Muster ist eindeutig.

Am Falle der Auflösungen von Fernsehern wird auch deutlich, dass Technologien teilweise Jahre brauchen, bis sie sich als neuer Standard etabliert haben. So waren hochauflösende Fernsehgeräte in den Vereinigten Staaten bereits 1998 verfügbar, wurden aber erst fünf bis acht Jahre später populär. Heute gilt die Full-HD-Auflösung als absoluter Standard, wobei 4K-UHD Fernseher schon jetzt einen immer größeren Marktanteil für sich beanspruchen.

Wenn Sie über einen Umstieg auf HDR nachdenken, fragen Sie sich vielleicht: Ist HDR eine gute Investition? Wird sich die High Dynamic Range-Technologie tatsächlich durchsetzen?

Natürlich ist nichts zu 100 % sicher, aber für HDR sieht die Zukunft rosig aus. Derzeit ist die ihr innewohnende Technologie eng mit der ultrahochauflösenden Auflösung 4K verbunden und an dieser Auflösung führt momentan kein Weg vorbei.

Da 4K von der Gesellschaft mit großer Geschwindigkeit angenommen wird, scheint es nur logisch, dass HDR in Zukunft den gleichen Weg einschlagen wird.

Wir könnten HDR und SDR wahrscheinlich noch auf hunderten Seiten bis in das tiefste Detail vergleichen, aber ob HDR für Sie geeignet ist oder nicht, hängt letztendlich von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Für den Moment können Sie sich mit den HDR-kompatiblen ColorPro-Monitoren von ViewSonic vertraut machen und tiefer in die Welt der Farben eintauchen.

Glücklicherweise sind HDR-Produkte für alle Early Adopters da draußen nicht schwer zu bekommen. Die Vorteile von HDR sind sogar beim Gaming bemerkbar, da dadurch mehr Details dargestellt werden können. Das führt natürlich dazu, dass ein im Allgemeinen authentischeres Gamingerlebnis entsteht.

Wenn Sie sich für Gaming-Monitore interessieren, schauen Sie sich gerne unsere Auswahl hochwertiger ViewSonic Gaming-Monitore an.