Die 4 verschiedenen Touchscreen-Arten und was sie können

Aus unserer hochvernetzten und digitalen Welt sind Touchscreens nicht mehr wegzudenken. Fast jeder von uns tippt wohl mehrfach am Tag auf einem Touchdisplay herum, sei es auf dem Handy oder an der Selbstbedienungstheke beim Fast-Food-Restaurant um die Ecke. Es gibt mittlerweile so viele verschiedenen Anwendungsbereiche, dass es selbstverständlich auch verschiedenen Arten von Touchdisplays gibt, die für die verschiedensten Anwendungsbereiche mal besser und mal schlechter geeignet sind.

 

Im folgenden Artikel gehen wir auf die verschiedenen Displaytypen und deren Anwendungsbereiche ein. Auf unserer Website haben wir außerdem eine Auswahl an Touchdisplays von ViewSonic zusammengestellt.

Was viele nicht wissen, ist, dass Touchscreens bereits in den 1960er-Jahren erfunden wurden. Die Technologie gibt es also schon weitaus länger als die heute so omnipräsenten Smartphones.

Obwohl das Prinzip eines Touchscreens recht simpel scheint, ist die zugrunde liegende Technologie weitaus komplexer. Es wird maßgeblich zwischen 4 verschiedenen Paneltypen unterschieden.

Bevor wir aber auf die Unterschiede zwischen diesen vier eingehen, wollen wir aufzeigen, was genau Touchscreens per Definition sind, wo sie zum Einsatz kommen und wie sie funktionieren.

Was sind Touchscreens?

Im Prinzip sagt der Name schon alles. Touchscreens sind Bildschirme, die via Berührung der Bildschirmfläche bedient werden können. Sensoren des Bildschirms registrieren den physisch ausgeübten Druck (oder eine Bewegung) und übersetzen es in ein auszuführendes Kommando.

Die verschiedenen Paneltypen

Taucht man etwas tiefer in die Materie ein, wird aber deutlich, dass der Begriff Touchscreen und die obig aufgeführte knappe Definition ein wenig irreführend seien können. Die einzelnen Paneltypen haben nämlich grundsätzlich andere Funktionsweisen. Regelmäßig unterscheidet man vier verschiedene Typen: Resistive Touch Panels, Optical Imaging Panels, Projected-Capacitive Touchscreens und Infrarot Panels. Im Folgenden werden wir auf deren Funktionsweisen, so wie auch Vor- und Nachteile eingehen.

touch panel types

 1. Resistiver Touchscreen

Resistive Touchscreens, die klassischen „Touch“-Screens“, sind sehr kostengünstig in der Produktion. Sie erkennen physischen Druck auf den Bildschirm durch darin verbaute Sensoren. Touchscreens dieser Sorte können jedoch nur auf Berührungen an einem Punkt reagieren. Außerdem ist deren Größe auf 20 Zoll begrenzt. Sie können praktisch mit allem bedient werden. Besonders eignen sich jedoch Finger oder eigens dafür entwickelte Stifte. Vereinzelte Wassertropfen auf dem Bildschirm schränken die Funktionalität nicht ein. Durch den ständig ausgeübten Druck und die Abnutzung der Sensoren ist die Haltbarkeit solcher Screens jedoch geringer als die anderer Paneltypen. Resistive Touchscreens werden häufig für Signaturfelder an der Supermarktkasse oder auch von Postboten bei der Paketannahme genutzt.

 

2. Infrarot Touchscreen

Manche mögen es warm, andere eher nicht. Die Infrarot Touchscreens fallen definitiv in die letzte Kategorie. Bei dieser Art wird über den Bildschirm ein Netzt aus Infrarotstrahlen gebildet. Berührung wird dann durch Unterbrechung eben dieser Strahlen regitriert. Infrarot Screens können bis zu 150 Zoll groß sein.

Obwohl Infrarot-Touch-Panels langlebig sind und Multi-Touch unterstützen, haben sie einen großen Nachteil.

Durch direkte Sonneneinstrahlung können die Infrarotstrahlen unterbrochen werden. Der Screen würde also eine Berührung registrieren, obwohl faktisch keine vorhanden war.

3. Optical Imaging Touchscreens

 

Schatten ist nicht nur großartig, um sich an heißen Sommertagen in ihm Abkühlung zu verschaffen, sondern auch, um damit einen Touchscreen zu bedienen. Dafür werden Infrarot-Kameras genutzt, die registrieren, wann und wo ein Schatten auf die überwachte Fläche fällt. Keine Angst, dass bedeutet nicht, dass der Screen im Schatten nicht mehr nutzbar ist. Man muss zur Bedienung dieser Screens schon nah genug am Bildschirm sein und ihn aktiv bedienen wollen. Optical Imaging Touchscreens können eine Größe von bis zu 100 Zoll haben.

Trotz ihrer nicht sehr kompakten Bauweise sind die Optical Imaging Touchscreens die wohl am vielseitigsten einsetzbare Art von Touch-Panels.

Sie bieten eine große Langlebigkeit, verfügen über Multi-Touch und sie sind auf verschiedenste Art und Weise zu bedienen. Besonders häufig kommt diese Art von Touchscreens bei interaktiven Whiteboards in Klassenräumen oder Konferenzräumen vor.

4. Projected Capacitive-Touchscreen

Für alle Leser, die sehnsüchtig darauf warten zu erfahren, welche Technologie denn nun hinter unseren Smartphones steckt, ist jetzt der große Moment gekommen. Bei Smartphones werden der Regel Projected Capacitive Touchscreens verbaut. Berührung werden dabei von hochempfindlichen, elektronischen Sensoren registriert und innerhalb kürzester Zeit verarbeitet. Natürlich unterstützt diese Technologie auch Multi-Touch und kann auch in sehr kleinen Geräten genutzt werden. Wer sich in den letzten Jahren ein neues Smartphone wird gemerkt haben, dass es sich dabei auch nicht um die günstigsten Geräte handelt, die man sich so anschaffen kann. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Herstellung solcher Bildschirm vergleichsweise kostspielig ist. Neben Smartphones wird diese Art von Panels auch in Tablets oder Computermonitoren verbaut. Noch ist es sehr schwierig große Geräte mit dieser Art von Touchscreens auszustatten

Welche Panels nutzen Profis?

Touchscreens werden selbstverständlich nicht nur von uns Privatpersonen im Alltag genutzt. Auch in der Berufswelt sind Touchscreens jeder Art weit verbreitet und kommen in nahezu allen Branchen zum Einsatz.

Touchscreens werden vor allem genutzt, um Geschäftskunden zu gewinnen. Richtig eingesetzt, können sie ein eindrucksvolles Gestaltungsmittel in Produkt- oder Strategiepräsentationen sein. Insbesondere im Zusammenhang mit der viel beschworenen Industrie 4.0 und dem sogenannten „Internet der Dinge“ werden Touchscreens in Zukunft wohl in nahezu jeder Branche, egal ob Gesundheitswesen oder produzierendes Gewerbe, weiter an Bedeutung gewinnen.

Touchscreens können von Unternehmen aber vor allem auch als Schnittstelle für vereinfachte Kommunikation und Informationsübermittlung an Kunden genutzt werden.

In Krankenhäusern werden Touchscreens beispielsweise genutzt, um Patienten eine Bewertung über den gebotenen Service abgeben zu lassen. In Bankfilialen verfügt mittlerweile fast jeder Bankautomat über einen Touchscreen und im Supermarkt werden die Waagen, die man beim Wiegen von Obst o.Ä. nutzt, auch über einen Touchscreen bedient. Unternehmensintern werden Touchscreens z.B.  häufig zu Arbeitszeiterfassung eingesetzt.

touch panel types

Es steht fest, dass auch in Zukunft die Nutzung von Touchscreens weiter voranschreiten wird. Seit der Einführung vor mehr als 40 Jahren hat sich die Technologie sehr weit verbreitet und immer weiterentwickelt. Die Art und Weise wie wir unterrichten und kommunizieren wurden dadurch schon revolutioniert. Wer weiß, was sich in Zukunft noch tun wird?

Wir hoffen wir konnten mit diesem Artikel ein wenig über die Nutzen und Funktionsweise der verschiedenen Paneltypen aufklären. Mit diesem Wissen ausgestattet macht es gleich viel mehr Spaß, sich unsere Auswahl an Touchscreen-Monitoren einmal genauer anzusehen.