Interaktive Präsentationsideen für den Unterricht

Schüler wünschen sich einen Unterricht, der nicht nur Bildung vermittelt, sondern auch Freude macht. Interaktive Ansätze zielen darauf, Schüler stärker in den Unterricht einzubeziehen und nehmen sie zudem in die Verantwortung, aktiv zum gemeinsamen Lernprozess beizutragen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, wie digitale Technologie Ihnen helfen kann, partizipative Lernumgebungen zu schaffen und wie Sie interaktive Elemente elegant in Ihren Unterricht einbinden können. 

Eine Gallup-Umfrage in mehr als 3.000 Schulen hat gezeigt, dass sich rund 74 Prozent der Fünftklässler im Unterricht miteinbezogen fühlen. In der zehnten bis zwölften Klasse dagegen sind es gerade noch 30 Prozent. Es ist also insbesondere für Lehrer in der Oberstufe wichtig, ihre Schüler verstärkt am Unterricht teilhaben zu lassen. Dafür ist eine gezielt aufgebaute interaktive Lernumgebung unverzichtbar.   

Hier agieren Schüler als gegenseitige Gedankenquelle und Inspiration für die kollaborative Wissensaneignung und Meinungsbildung. Während die Lernenden miteinander diskutieren, nehmen Sie als Lehrender eine Vermittlerrolle ein, beantworten Wissensfragen und setzen gezielt Impulse. Letztlich sind es jedoch die Schüler selbst, die miteinander an einem Problem arbeiten und konstruktive Lösungen finden.     

Alles, nur keine Vorlesung  

Anstatt frontal vor Ihren Schülern zu stehen und Ihre Inhalte Seite für Seite vorzulesen, beziehen Sie als engagierter Lehrer Ihre Schüler schon während der Präsentation mit ein. Dabei kann ein interaktives Display enorm helfenbeispielsweise durch den raschen Zugriff auf das Internet oder die Möglichkeit, jederzeit digitale Gruppenarbeiten oder auch Spielsequenzen einzubauen. Dadurch lockern Sie selbst trockene Themen auf und stimulieren zugleich das kritische Denken Ihrer Schüler.  

Die Aufgabe oder das Spiel, das in einer interaktiven Präsentation enthalten ist, ist viel wichtiger als die Präsentationstechnik selbst. Das Wichtigste dabei bleibt: Die digitale Technik darf Sie in Ihrem didaktischen Vorgehen nicht limitieren, sondern muss sich Ihren pädagogischen Ansätzen anpassen: Die Technik muss Ihrem Unterricht folgen und nicht umgekehrt. 

Technologie als Helfer 

Obwohl interaktive Präsentationen nicht zwingend Technologie voraussetzen, kann diese dabei ungemein helfen. Ein Beispiel: Vor der Digitalisierung mussten Sie als Lehrer Arbeitsblätter nicht nur vorbereiten, sondern ausdrucken und im überfüllten Kopierraum vervielfältigen. Im Unterricht musste die Aufgabe an alle ausgeteilt und anschließend wieder eingesammelt werden. Weiter ging es daheim mit dem Auswerten, um dann erst in der nächsten Unterrichtsstunde mit der Klasse über die Ergebnisse zu diskutieren. Das war umständlich und zeitaufwendig.   

Mit Hilfe digitaler Technologie, etwa eines interaktiven Displays, können Sie solche Aufgaben einfach während Ihrer Präsentation digital an die Schüler verteilen. Per Knopfdruck erhalten diese die Aufgabe auf ihre Tablets, beantworten dort die Fragen und senden die Lösung direkt an Sie bzw. das Display zurück. Mit der passenden Whiteboard-Software können die Ergebnisse automatisch und in Echtzeit ausgewertet sowie grafisch dargestellt und direkt diskutiert werden.   

Vier interaktive Präsentationsideen  

Präsentationen, die das Feedback der Schüler integrieren, fördern das Miteinander der Lerngruppe. Zudem erfahren Lehrer fortlaufend, welche thematischen Aspekte ihre Schüler besonders interessieren. Ich möchte Ihnen im Folgenden vier digitale interaktive Elemente vorstellen, die Sie nahtlos in Ihren Unterricht integrieren können. 

   

1. Abstimmung, Umfrage und Quiz

Eine Abstimmung, Umfrage oder auch ein Quiz ermöglicht es Ihnen, schnell und einfach Feedback von Ihrer Klasse zu erhalten. Bei Abstimmungen werden in der Regel einfache Fragen mit wenigen Antwortmöglichkeiten gestellt. Die Abstimmung erfolgt dann entweder per Handzeichen, Stimmzettel oder Gruppenbildung. Umfragen dagegen erforderten bisher einen ausgedruckten Fragebogen. Mit Hilfe eines Quiz‘ oder Kurztests kann der Wissensstand der Klasse rasch überprüft werden, sodass Sie als Lehrer Schwachstellen erkennen und Ihren Unterricht anpassen können. Abstimmungen, Umfragen und Tests können, müssen aber nicht anonym sein. Für mehr Interaktivität und angeregte Diskussionen unter den Schülern sollte jeder seine offen mit der gesamten Klasse teilen können. Auch die Schüler selbst können Umfragen für ihre Mitschüler erstellen.   

Es gibt Software-Anwendungen und Online-Dienste wie bespielsweise myViewBoard Classroom, die Ihnen integrierte Tools bieten, um Abstimmungen, Umfragen und Kurztests auf digitaler Basis durchzuführen. Nachdem die Schüler teilgenommen haben, wertet Software die Antworten automatisch aus. Das Ergebnis kann gemeinsam in der Gruppe diskutiert oder auch anonym an jeden einzeln weitergegeben werden. Auch hier ist die Zeitersparnis durch digitale Technik enorm. 

   

2. Spiele

Welcher Schüler spielt nicht gerne? Das Einbinden kleiner Spielsequenzen während einer Lehrpräsentation lockert nicht nur die Atmosphäre, sondern fordert die Schüler heraus und erhöht Ihre Aufmerksamkeit. Die Whiteboard-Software myViewBoard von ViewSonic bietet Ihnen hochwertige Spiel-Vorlagen für Ihr interaktives Display, die Sie nach Ihren individuellen Wünschen anpassen können. Selbstverständlich können Sie in Ihre digitalen Präsentationen auch Links zu Online-Spiele-Anbietern wie ClassCraft oder Kahoot einbinden, um während der Präsentation schnell das von Ihnen mit Ihren Inhalten vorbereitete Spiel aufrufen zu können 

  

3. Storytelling  

Geschichtenerzählen verbindet, veranschaulicht und setzt kognitive Anker für erfolgreiche Wissensprozesse. Als Lehrer werden die von Ihnen vermittelten Inhalte lebendig, wenn Schüler Geschichten mit den jeweiligen Themen verbinden können. Sie geben das Hauptthema mit Impulsinformationen vor und geben den Schülern Zeit, um ausgiebig darüber zu diskutieren und sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Komplex auseinanderzusetzen. Sie lassen die Schüler Beispiele finden und fordern Sie auf, themenbezogene Geschichten zu entwickeln. Interaktive Displays können auch hier helfen. Sie ermöglichen es den Schülern, mit ihren mobilen Endgeräten kreativ an ihrer Geschichte zu arbeiten und sie entsprechend multimedial aufzubereiten. Das Ergebnis können sie im Anschluss an das digitale Whiteboard senden, um es der ganzen Klasse vorzustellen und gemeinsam zu besprechen.   

   

4. Diskussionsrunden und Gruppenarbeiten  

Im Gegensatz zur klassischen Vorlesung, in der Lernende 90 Minuten nur zuhören sollen, lassen sich moderne Unterrichtsstunden strategisch in einzelne Sequenzen aufteilen. Zwischen den Abschnitten erhalten die Schüler Zeit, sich mit dem besprochenen Thema diskursiv auseinanderzusetzen. Dies bietet Ihnen als Lehrer die Möglichkeit, auf die Fragen einzelner Schüler einzugehen und Ihre Meinungsbildung mit gezielten Impulsen zu fördern. Plattformen wie myViewBoard Classroom bieten die Möglichkeit, Diskussionsrunden und Gruppenarbeiten auf digitaler Basis zu gestalten. 

Sie können Ihre Unterrichtsmaterialien ganz einfach online mit Ihren Schülern teilen, die dann alle zur gleichen Zeit Textpassagen markieren und Kommentare hinterlassen können. Alternativ können Sie auch Messenger-Dienste verwenden, um Chatrooms zu erstellen. Schüler können sich hier untereinander austauschen und Bilder sowie Videos senden. Die Chatgruppen sind eine gute Lösung, wenn große Gruppen von Schülern auch außerhalb der Schulzeit zusammenarbeiten sollen.   

   

Weitere Tipps 

Wenn Sie interaktive Elemente als Sequenzen in Ihren Unterricht einbinden möchten, sollen Ihnen die folgenden Tipps für einen reibungslosen Ablauf helfen.   

Erinnerungen: Fügen Sie Erinnerungen in Ihre Präsentationen ein. Und zwar keine Erinnerungen für Ihre Schüler, sondern für sich selbst. So wissen sie stets, an welcher Stelle der Präsentation Sie ein interaktives Element geplant hatten. Die Erinnerung kann ein kleiner Hinweis, eine Notiz, oder wenn Sie digitales Whiteboard verwenden, auch ein Tonsignal sein.   

Zeitmanagement: Geben Sie Ihren Schülern für Gruppenaktivitäten genügend, aber auch nicht zu viel Zeit. Es bietet sich an, ein Zeitlimit zu programmieren. Wenn Sie ein digitales Display nutzen, benötigen Sie keine Eieruhr mehr und müssen auch keinen Countdown auf Ihrem Smartphone stellen. Die Whiteboard-Software wird Sie Ihren Eingaben entsprechend auf das geplante Ende einer Lernsequenz hinweisen 

Zufallsprinzip: Auch in Bezug auf die Reihenfolge, mit der Sie Schüler für eine Wortmeldung oder einen Diskussionsbeitrag drannehmen, kann digitale Technologie Sie unterstützen. Beispielsweise in Form eines Zufallsgenerators. Die Reihenfolge wirkt dann weder willkürlich noch werden stille Schüler in Diskussionen übergangen. Auch Lernende, die sich vor einer Beteiligung an Diskussionen „drückenmöchten, müssen damit rechnen, jederzeit zufällig drangenommen zu werden. 

   

Vorteile auf einen Blick 

Der Einsatz digitaler Technologie für Ihre interaktiven Lernsequenzen bietet also signifikante Vorteile. Einige wichtige Aspekte habe ich für Sie zusammengefasst: 

Wissensprozesse: Wenn sich Schüler auf verschiedene Art und Weise auch digital mit Ihren Unterrichtsinhalten auseinandersetzen – in der Schule und zu Hause – unterstützt dies den Aneignungsprozess und hilft, Wissen im Langzeitgedächtnis zu speichern. 

Partizipation: Keine Lerngruppe ist wie die andere. Mit digitalen interaktiven Elementen geben Sie Ihren Schülern die Möglichkeit, mitzubestimmen, wohin Ihre Lehrpräsentation führt und welche thematischen Aspekte intensiver besprochen werden als andere 

Spaß: Interaktive Elemente entzerren den zum Teil langen Unterrichtstag für Schüler wie Lehrer. Die Möglichkeit, in Teams zu arbeiten, seine Gedanken zu teilen oder auch an Spielsequenzen teilzunehmen, fördert nicht zuletzt den Spaß am digitalen Lernen.  

Feedback: Umfragen, Abstimmungen, und Kurztests geben Ihnen direkte, ungefilterte Schüler-reaktionen, die Sie gewinnbringend für die weitere Unterrichtsplanung einsetzen können.   

Aktivierung: Auch sonst eher stille Schüler werden durch interaktive digitale Sequenzen motiviert, sich aktiv an Gruppenarbeiten zu beteiligen. Die Hemmschwelle ist hier mitunter geringer als im Zuge analoger Diskussionsrunden, in denen vielleicht der Lauteste dominiert.     

Mehr erfahren 

Wenn auch Sie in Zukunft von digitaler Technik profitieren möchten, die Ihrem Unterricht folgt, erhalten Sie weitere Informationen und Eindrücke auf unserer Website: https://www.viewsonic.com/education/de/.